Ausschreibung „Garbald Gespräche zur Zukunft der Wissenschaft“

Wie soll das Zukunftsmodell der Wissenschaft aussehen, um adäquate Rahmenbedingungen für eine weiterhin verantwortungsvolle und unabhängige Wissenschaft zu schaffen? Und was ist dabei die Aufgabe der Hochschulen?

  • Trend zur Massenuni: Wie wird mit dem Spannungsfeld zwischen dem akademischen Anspruch der Selektion der Besten bzw. der persönlichen Betreuung zur optimalen Förderung wissenschaftlicher Begabung und der Aufgabe als generalistische Ausbildungsschmiede für Wirtschaft und Verwaltung umgegangen?.
  • Nachwuchsförderung: Gibt es an den heutigen Hochschulen Platz für alternative Laufbahnmodelle oder kommen nur die Personen weiter, die einem standardisierten Werdegang entsprechen?
  • Aktualitätsdruck, Internationalität, Mobilität und neue Kommunikationstechnologien: Ist beschleunigte Wissenschaft auch bessere Wissenschaft? Werden nicht selten die Relevanz und Güte wissenschaftlicher Produktion nur noch am Aufmerksamkeitspegel gemessen, und Qualitätssicherung oder wissenschaftliche Tiefe dadurch vernachlässigt?
  • Lehr- und Forschungsagenda: Wer bestimmt? Insbesondere, wenn die staatlichen Forschungsmittel knapper werden und der Forschungsbetrieb immer stärker über Drittmittel finanziert wird? Welche Rolle spielen Ratings?

Einladung

Der Graduate Campus der Universität Zürich, die Fondazione Garbald, und der Think Tank W.I.R.E. laden gemeinsam schweizweit 14 Doktorierende und Postdocs ein,

sich vom 18. bis 21. Oktober 2017 im Denklabor Villa Garbald (www.garbald.ch) im Bergell visionär und innovativ mit der Zukunft der Wissenschaft auseinander zu setzen.

Mit dieser unabhängigen und konstruktiven Diskussion soll interessierten Nachwuchsforschenden eine Plattform geboten werden, das Wissenschaftssystem aktiv kritisch zu hinterfragen und visionäre Impulse zu setzen. Die Diskussionssprache ist Deutsch.

Ziel

Mit der Teilnahme eröffnet sich für die Nachwuchsforschenden eine einmalige Gelegenheit, das gemeinsam in der Gruppe erarbeitete und selbst verantwortete Ergebnis der Diskussionen bei Entscheidungsträgern aus Wissenschaft und Politik in Delegationsform persönlich vortragen zu können. Hierzu werden der Graduate Campus, die Fondazione Garbald und W.I.R.E. (link) den Teilnehmenden ihr ausgezeichnetes Netzwerk zur Verfügung stellen.

Kosten

Für die Teilnehmenden entstehen keine finanziellen Kosten. Hingegen ist persönliches Engagement bezüglich Thema und Zeit erforderlich, um mit der Gruppe gemeinsam zu einem aussagekräftigen Ergebnis zu kommen.

Vor- und Nachbereitung

Als Vorbereitung für die Gespräche wird die Gruppe der Teilnehmenden anlässlich eines Kick-Off-Meetings in Bern oder Zürich, am 11.9.2017, 10-12h, umfassend über das Projekt informiert. Ebenso müssen die Teilnehmenden beim Debriefing, am 5.2.2018, 10h-13h30 (inkl. Lunch; Ort wird später bestimmt) dabei sein.

Bewerbung

Interessierte Nachwuchsforschende (Doktorierende und Postdocs) aus Schweizer Universitäten können sich per Mail beim Graduate Campus bewerben. Folgende Bewerbungsunterlagen sind einzureichen:

  • Kurzes Motivationsschreiben (max. eine Seite)
  • Aktueller Lebenslauf
  • Bestätigung, als Doktorierende oder Postdoc an einer Schweizer Universität immatrikuliert oder angestellt zu sein

Die Bewerbung ist bis 14.7.2017 per Mail in einem PDF-File an die Geschäftsführerin des Graduate Campus, Dr. Claudine Leysinger, claudine.leysinger@grc.uzh.ch zu senden. Die Beschriftung des PDF's sollte wie folgt sein: "Universität_Institut_Nachname_Vorname.pdf"

Sowohl Zusagen als auch Absagen werden bis spätestens Mitte August 2017 schriftlich per Email mitgeteilt.