Aids on Display

Herausforderungen an die Ausstellungspraxis zu AIDS heute.

Dr. des. Lukas Engelmann, Dr. des. Sophie Junge, Dr. Beate Schappach:

Ausstellungen zu AIDS haben derzeit Konjunktur. Ob in New York, London oder Berlin, die Geschichte von AIDS ist zu einem attraktiven Ausstellungsgegenstand geworden. Als Zeugnisse einer Geschichte bewältigter Krisen scheinen zahlreiche Bilder, die AIDS und Personen mit AIDS zeigen, heute wieder unbeschwert ausgestellt werden zu können. Der Workshop näherte sich dieser musealisierten und oft vereinfachten Darstellung der AIDS Geschichte, die stets konflikthafte Züge trug, kritisch an. AIDS diente den TeilnehmerInnen dabei als ein Beispiel, um allgemeine Leitfragen zur Ausstellung von oft komplexen Forschungsergebnissen der „Medical Humanities“ zu entwickeln. 

Fotografiert von Gabriela Paiano:

Die Präsentation der Krankheit AIDS im Ausstellungsraum war für mich bei dieser Bildentwicklung der zentrale Ausgangspunkt. Ein leerer weisser Rahmen steht für die fehlende bildliche Bewältigung, gleichzeitig aber auch dafür, dass das Bild von AIDS im Laufe der Zeit eine andere Gestalt angenommen hat. Er zeigt auf, dass sich die Darstellung und Präsentation von Krankheit in der Ausstellungspraxis verändern kann.