Zwischen Sonne und Meer

Tanja Dallafior, Umweltnaturwissenschaftlerin:

Ein Sonnenstrahl, der die Atmosphäre durchquert, kann von Aerosolen – kleinen Partikeln, wie zum Beispiel Russ oder Staub – wieder in das All reflektiert oder gar ganz absorbiert werden. Wird die Strahlung absorbiert, kommt es dort, wo die Aerosole sind, zu einer Erwärmung der Atmosphäre. An der Oberfläche jedoch führt dieses «Global Dimming» genannte Phänomen aber dazu, dass weniger Sonnenstrahlung an der Erdoberfläche ankommt. Mein Forschungsprojekt befasst sich mit der Frage, ob die vom Menschen verursachten Aerosole über das vergangene Jahrhundert durch «Global Dimming» die Meeresoberflächentemperaturen abgekühlt haben. Diese Frage wurde noch nicht eindeutig beantwortet. Sie ist aber für die Zukunft relevant, weil das Meer in enger Wechselwirkung mit der Atmosphäre steht und somit ein wichtiger Faktor im Klimasystem ist.

Kooperationspartner:

Prof. Dr. M. Wild, Dr. D. Folini, Prof. Dr. R. Knutti

Fotografiert von Philipp Hänger:

Das Labor ist das, was für den Fotografen ein Fotostudio ist, ein abgekapselter Raum, wo gleichbleibende Bedingungen herrschen, fernab von störenden Einflüssen. Die Fotoserie zeigt deshalb auch zu jedem Forschungsprojekt eine eigene minimalistisch-abstrakte Versuchsanordnung. Hier steht das Aquarium im Fokus der Versuchsanordnung.