Geknickt und Ausgeleuchtet

Christian Vogt, Elektrotechniker:

Magnetresonanztomographie (MRT) erlaubt einen Blick in das Innere unseres Körpers. Dieser Blick wird durch ein Magnetfeld, 100‘000-mal stärker als das der Erde, zusammen mit einer fein abgestimmten Choreographie aus sich ändernden Magnet- und Funkfeldern ermöglicht. Um die Bildqualität zu verbessern und den Komfort des Patienten während einer Bildaufnahme zu erhöhen, entwickeln wir eine elektronische Bandage (smart textile), die vor der MRT-Aufnahme über das Knie gezogen wird (WearableMRI). Sie erlaubt es, die MRT-Signale mit hoher Qualität zu messen, in Licht umzuwandeln und über ein Glasfaserkabel störungssicher zu übertragen. Dadurch kann das Innere des Knies sichtbar gemacht werden und die entstandene Bewegungsfreiheit des Patienten erlaubt neue Perspektiven, auch in ein angewinkeltes Knie.

Kooperationspartner:

A. Mehmann, M. Varga, B. Sporrer, L. Wu, J. Reber, J. Marjanovic, Dr. D. O. Brunner, Dr. T. Burger, Prof. Dr. K. P. Prüssmann, Prof. Dr. Q. Huang, Prof. Dr. G. Tröster

Fotografiert von Samuel Rauber:

Ausgehend von der Idee eines flexiblen MRT-Wearables baute Samuel Rauber ein mit Licht durchdrungenes, futuristisch anmutendes Objekt, das erst auf den zweiten Blick Details seiner Konstruktion offenbart. Die Zukunftsvision einer makellosen Prothese trifft hier auf den experimentellen Prototypen.