Lichtkristalle simulieren die Materialien der Zukunft

Gregor Jotzu, Quantenphysiker:

Zeitalter der Geschichte werden häufig nach den Materialien benannt, die sie besonders geprägt haben – von der Steinzeit bis zum heutigen «Silizium-Zeitalter» der Computerchips. Doch wie sehen die Materialien der Zukunft aus? Wo die schnellsten Computer an ihre Grenzen stossen, kommt überraschenderweise Licht zur Hilfe. Aus Laserstrahlen können künstliche Lichtkristalle erzeugt werden, die als sogenannter Quantensimulator dienen: Am kältesten Ort der Schweiz werden damit die Eigenschaften von Materialien simuliert, die als Festkörper noch gar nicht existieren. So untersuchen Forscher, ob eine Honigwabenstruktur neuartige Magnete ermöglicht – oder wie man einen Kristall temporär in einen anderen verwandelt, wenn man ihn im Kreis schüttelt.

Kooperationspartner:

Dr. D. Greif, Dr. L. Tarruell, Dr. T. Uehlinger, M. Lebrat, M. Messer, Dr. R. Desbuquois, F. Görg, Prof. Dr. T. Esslinger

Fotografiert von Philipp Hänger:

Das Labor ist das, was für den Fotografen ein Fotostudio ist, ein abgekapselter Raum, wo gleichbleibende Bedingungen herrschen, fernab von störenden Einflüssen. Die Fotoserie zeigt deshalb auch zu jedem Forschungsprojekt eine eigene minimalistisch-abstrakte Versuchsanordnung. Hier steht der modellierte Schatten der Gitterstruktur im Fokus.