Ausschreibung: FAN Awards 2021 für Nachwuchsforschende

Die ehemaligen Mercator Awards heissen neu FAN Awards.

In der Folge einer inhaltlichen Neuausrichtung ihrer Förderpraxis musste die Stiftung Mercator Schweiz die weitere Unterstützung der Mercator Awards in der bestehenden Form einstellen. Wir freuen uns aber, mit dem Fonds zur Förderung des akademischen Nachwuchses (FAN) von UZH Alumni einen neuen Partner gefunden zu haben, der die Preisausschreibung zusammen mit dem Graduate Campus in den kommenden Jahren tragen wird. Zusammen möchten wir weiterhin die herausragenden Leistungen der jungen Forschenden an der Universität Zürich würdigen und sie verstärkt ins Blickfeld der Öffentlichkeit rücken.

Mit den FAN Awards für Nachwuchsforschende werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der UZH auf den Stufen fortgeschrittenes Doktorat und frühes Postdoktorat (vier akademische Jahre nach dem Abschluss der Dissertation, Elternzeiten ausgenommen), die mit inter- bzw. transdisziplinären Ansätzen oder Methoden an Projekten von gesellschaftlicher Relevanz forschen, für ihre hervorragende wissenschaftliche Leistung ausgezeichnet. Vergeben werden drei Preise in den Fachbereichen Geistes- und Sozialwissenschaften, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften und Medizin und Naturwissenschaften.

Die eingereichten Bewerbungen werden nach folgenden Kriterien beurteilt:

  1. Wissenschaftliche Qualität
  2. Erste veröffentlichte Forschungsergebnisse, die an der UZH erbracht wurden (z.B. Publikationen, Konferenzbeiträge)
  3. Originalität / Innovation
  4. Gesellschaftliche Relevanz der Forschungsarbeit (für Erläuterungen siehe unten)
  5. Inter- bzw. transdisziplinäre Ansätze (für Erläuterungen siehe unten)

Die Kandidatinnen und Kandidaten müssen zum Zeitpunkt der Nomination an der UZH forschen.

Die Preise sind mit je 5'000 Franken dotiert. Die Preisverleihung findet im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung statt.

Jury

Die Preise werden von einer wissenschaftlichen Jury vergeben, die sich aus drei professoralen Mitgliedern der UZH aus den drei Fachbereichen und je einer Vertretung des Fonds zur Förderung des akademischen Nachwuchses und der Abteilung Forschungsförderung der UZH zusammensetzt.

Nomination und Auswahl der Preisträger/innen

Der Nominationsprozess ist zweistufig:

Stufe 1: Alle Professorinnen und Professoren sind eingeladen, ihrer jeweiligen Fakultät eine geeignete Nachwuchsforscherin oder einen geeigneten Nachwuchsforscher vorzuschlagen. Doppelnominationen bei Projektkooperationen sind auch möglich. Die Nominationen sind beim Dekanat der jeweiligen Fakultät bis zum 1. November 2020 einzureichen.
 

Einzureichende Unterlagen:

  • Einseitige Zusammenfassung des Projektes und der wichtigsten Ergebnisse
  • Kurze Beschreibung, inwiefern die oben aufgeführten fünf Kriterien erfüllt sind
  • Ein- bis zweiseitiger Lebenslauf der Kandidatin / des Kandidaten mit Angabe der Email-Adresse und Telefonnummer

Die Nominationsunterlagen können in Deutsch oder Englisch eingereicht werden.

 

Je nach Fakultät werden Professorinnen und Professoren gebeten, die Nominationsunterlagen per Email an folgende Personen zu senden:

Stufe 2: Die Fakultäten nominieren dem Graduate Campus anschliessend maximal zwei Kandidatinnen oder Kandidaten für den Preis, wobei bei zwei Nominierten davon mindestens eine Frau sein muss. Der Nomination durch die Fakultät ist ein Unterstützungsschreiben des Dekans / der Dekanin beizufügen.

Die Nominationsunterlagen können in Deutsch oder Englisch eingereicht werden.
Auf Basis dieser Unterlagen lädt die Jury die ausgewählten Nominierten ein, ihr Projekt in Februar/März 2021 im Rahmen einer Kurzpräsentation vorzustellen. Anschliessend bestimmt die Jury die Preisträgerinnen und Preisträger, die im Rahmen der Jahresveranstaltung des Graduate Campus öffentlich prämiert werden.


Erläuterungen zu den Kriterien

Gesellschaftliche Relevanz

Unter gesellschaftlich relevanter Forschung verstehen wir nicht primär anwendungsorientierte Forschung, sondern vor allem auch die Untersuchung von Themenkomplexen, die sich zu aktuellen Fragen oder Herausforderungen der Gesellschaft in Beziehung setzen lassen.

Inter- bzw. transdisziplinäre Ansätze

Wir beziehen uns hier auf folgende Definition der Interdisziplinarität, welche die transdisziplinäre Forschung umfasst: "Interdisciplinary research (IDR) is a mode of research by teams or individuals that integrates information, data, techniques, tools, perspectives, concepts, and/or theories from two or more disciplines or bodies of specialized knowledge to advance fundamental understanding or to solve problems whose solutions are beyond the scope of a single discipline or area of research practice." Quelle: Facilitating Interdisciplinary Research (2004), National Academy of Sciences, National Academy of Engineering and Institute of Medicine of the National Academies, The National Academies Press 306, Washington, D.C., p. 188.